Gold + Gold + Bronze = Formtest für Saison 2018 gelungen!

Nach einer langen Wettkampfpause – der letzte “Ernsteinsatz” erfolgte an den FINA Weltmeisterschaften am 22. Juli 2017 in Budapest – galt es vor der Saison 2018 einen ersten Formtest am 20th International CAMO Invitation in Montréal, Kanada zu absolvieren.

Der Hauptfokus lag hierbei auf der Präsentation des neuen und erschwerten Sprungprogramms und weniger auf allfällig erreichten Resultaten.

Am Freitag, den 1. Dezember 2017 startete für Michelle das Meeting mit dem Wettkampf vom 3m-Brett in der Kategorie Junioren A. Den Vorkampf entschied Michelle für sich und qualifizierte sich somit souverän für den Final. Der Entscheidungsdurchgang lief in der Folge nicht mehr ganz optimal, zum einen trat die Konkurrenz im Vergleich zur Vorrunde stärker auf und zum anderen schlichen sich bei den Kürsprüngen von Michelle vereinzelt kleinere Fehler ein. Am Ende resultierte jedoch ein guter dritter Platz mit der Bronze-Medaille. Entschieden wurde der Wettkampf durch Sayaka MIKAMI (JPN), auf dem zweiten Schlussrang wurde das Podest durch Chiara PELLACANI (ITA) komplettiert.

Am Samstag, den 2. Dezember 2017 waren sämtliche Systeme von Michelle erneut auf “Wettkampf-Modus” eingestellt. Dass die anfänglichen Unsicherheiten verflogen waren, zeigte sich insofern, dass Michelle beim Wettkampf vom 1m-Brett in der Kategorie Junioren A einerseits den Vorkampf für sich entschied und andererseits auch im Final-Durchgang nichts mehr anbrennen liess. Es resultierte die erste Gold-Medaille, wobei sie Ximena LECHUGA (MEX) und Chiara PELLACNI (ITA) auf die Ehrenplätze verwies.

Am Sonntag, den 3. Dezember 2017 standen die Wettkämpfe von 3m-Brett in der Kategorie Open auf dem Programm. Michelle gelang ein guter Vorkampf, bei dem sie sich auf dem 2. Schlussrang für den Finaldurchgang qualifzierte. Trotz Müdigkeitserscheinungen, welche nicht zuletzt auf das äusserst anspruchsvolle Training der Vorwoche im Rahmen der LEN Diving Clinic in Moskau zurückzuführen waren, gelang es ihr, nochmals sämtliche Kräfte für die letzten 5 Sprünge zu mobilisieren und sogar nochmals eine Schippe zuzulegen – in der Schlussabrechnung sicherte sich Michelle vor den beiden Japanerinnen Sayaka MIKAMI und Yukiko Wakabayashi die zweite Gold-Medaille.

Fazit: Die erzielten Resultate, welche im Umfeld einer starken Konkurrenz erzielt wurden, stimmen für die kommende Saison mehr als zuversichtlich. Die neuen Sprünge, insbesondere der zweieinhalbfache Auerbach-Salto, gehechtet (305B) sowie der zweieinhalbfache Delphin-Salto, gehechtet (405B) sind gut gelungen; für den Auerbachsalto gab es im Finaldurchgang in der Kategorie Open sogar eine durchgängige und äusserst starke Bewertung 8.0 von den Kampfrichtern!

Die Veranstalter des 20th International CAMO Invitation haben ein tolles Summary in Form eines Videos zusammengestellt: Anwählen, staunen und geniessen …

CAMO Invitation 2017

CAMO would like to thank to all the participants to our 20th edition of CAMO Invitation. Competitors from 11 countries , all the judges, coaches , the volunteers , the parents , Plongeon Quebec, Plongeon Canada, ISS , ville de Montreal , Esim, massage therapy school Kiné-concept Mathieu Esnault and Antoine Saito for video and pictures , Emilie Heymans and Sylvie Gagnon, all the workers from Claude Robillard . Thank you all for making this edition an incredible one!We hope you had fun and we are looking forward for next year!Le club de plongeon CAMO aimerait remercier toutes les personnes qui ont aidé à la réussite de la 20e édition de CAMO invitation. Aux plongeurs provenant de 11 pays différents, aux juges, aux entraîneurs, aux bénévoles, aux parents, à Plongeon Québec, à Plongeon Canada, à ISS, à la ville de Montréal, à Esim, à l'école de massothérapie Kiné-concept à Mathieu Esnault et Antoine Saito pour les photos et les vidéos, à Emilie Heymans et Sylvie Gagnon, ainsi qu'à tous les employés du Centre Claude-Robillard: merci de nous avoir aidé, à votre façon, à avoir rendu cette édition aussi incroyable. Nous espérons que vous l'avez autant aimé que nous… On se voit l'année prochaine!!!

Posted by International CAMO Invitation on Montag, 4. Dezember 2017

Der Jahreswechsel zur neuen Saison 2018 kann nun beruhigt kommen, die bevorstehenden Feiertage werden zur Regeneration genutzt. Im neuen Jahr steht analog dem Jahr 2017 erneut ein anspruchsvolles Programm bevor:

Die Saison 2018 – notabene das letzte Juniorenjahr von Michelle – glänzt mit verschiedenen Höhepunkten. Die grossen Highlights sind nebst den Olympischen Jugend-Sommerspielen in Buenos Aires auch die Elite-Europameisterschaften in Edinburgh.

Einen hohen Stellenwert haben aber ebenfalls die Junioren-Europameisterschaften in Helsinki und die Junioren-Weltmeisterschaften in Kiew; es wäre natürlich toll, den Abschied aus der Juniorenkategorie mit weiteren Podestplätzen oder gar einem Meistertitel versüssen zu können.

Wir danken an dieser Stelle dem Trainerstab, den Teamkollegen sowie allen Fans und Supportern für die allgegenwärtige Unterstützung und wünschen allerseits eine besinnliche Adventszeit. Hohohooo 😉

Junioren-Europameisterschaften 2017 in Bergen: Silber hoch 4 im hohen Norden

Nach dem Achtungserfolg Mitte Juni 2017 an den Europameisterschaften 2017 in Kiew, welcher mit dem Vize-Europameistertitel vom 3m-Titel gekrönt wurde, stand mit den  Junioren-Europameisterschaften 2017 in Bergen eine weitere, sehr anspruchsvolle Wettkampfwoche auf dem Programm – dies nach einer äusserst kurzen Ruhephase, welche durch diverse Medientermine geprägt wurde.

Nach der Anreise am Samstag stand am Montag mit dem Team-Event der erste Wettkampf auf dem Programm. Michelle sprang hierbei mit ihrem Trainingspartner Jonathan SUCKOW (ebenfalls Genève Natation 1885) die Mixed-Synchro Einsätze vom 1m- und 3m-Brett Brett. Komplettiert wurde das Wettkampf-Team durch Simon RIECKHOFF (Lausanne Natation) und Aron BRUN (Verein Zürcher Wasserspringen). Es gelang sämtlichen Athleten, eine tolle und ansprechende Leistung zu zeigen; mit gesamthaft 300.55 Punkten resultierte am Ende des ersten Tages mit dem 2. Rang bereits die ersten Silber-Medaillen für die Schweizer-Delegation. Der Team-Wettkampf wurde mit 324.20 Punkten durch Russland (Aleksandra BIBIKINA, Ruslan TERNOVOI, Gennadii VAGIN & Nikita NIKOLAEV) gewonnen,  das Podest komplettierte die Mannschaft aus Italien (Francesco PORCO, Chiara PELLACANI, Riccardo GIOVANNINI & Maia BIGINELLI).

Am Dienstag stand für Michelle mit dem Synchro-Wettkampf der Damen der zweite Wettkampf auf dem Programm. Gemeinsam mit ihrer Synchro-Partnerin Madeline COQUOZ zeigte das Schweizer Team eine erneut ansprechende Leistung. Nach dem 5 Sprung resultierte eine Gesamtpunktzahl von 249.00 Punkten was analog dem Vortag mit dem 2. Rang und einer Silbermedaille gleichbedeutend war. Das Schweizer Team musste erneute den in diesem Jahr sehr stark auftretenden Russen (Ekatarina NEKRASOVA & Uliana KLIUEVA) den Vorrang lassen, das Podest wurde durch das Team aus Grossbritannien (Yasmin HARPER & Scarlett MEW-JENSEN) komplettiert.

Nach zwei wettkampffreien Tagen startete Michelle in die Einzelwettkämpfe, hierbei stand am Freitag zuerst der Wettkampf vom 1m-Brett auf dem Programm. Michelle zeigte einen soliden Vorkampf und sicherte sich mit einer Punktzahl von 395.50 und dem 1. Zwischenrang souverän den Einzug in den Finaldurchgang. Im Finaldurchgang schlichen sich dann einerseits ein paar kleinere Patzer ein und andererseits zeigte Ekatarina NEKRASOVA (RUS) einen sehr guten Lauf.

Am Ende des Finaldurchgangs resultierte mit 386.80 Punkten ein starker 2. Rang hinter der Russin. Die dritte Silbermedaille war gleichbedeutend mit dem Titel der Vize Junioren Europameisterin vom 1m-Brett. Das Podest wurde durch Lena HENTSCHEL (GER) komplettiert.

Am Sonntag, dem letzten Tag der diesjährigen Junioren-Europameisterschaften, stand für Michelle noch der Wettkampf vom 3m-Brett auf dem Programm. Die lange Wettkampfdauer von rund 1 Woche zeigte erste Symptome in Form von müden Beinen, was sich im einen oder anderen Patzer während des Vorkampfes bemerkbar machte. Michelle qualifizierte sich dennoch mit einer Gesamtleistung von 395.80 Punkten auf dem 3. Zwischenrang für den Finaldurchgang.

Im Finaldurchgang konnte Michelle in der Folge nochmals alle Kräfte mobilisieren und zeigte eine starke Serie von Sprüngen. Aufgrund des Handicaps der Pflichtsprünge von Vorkampf, welche in der Schlussabrechnung rund 20 Punkte tiefer als die der führende Ekatarina NEKRASOVA (RUS) ausfielen und als Ausgangsbasis in den Finaldurchgang mitgenommen werden, sowie der bestechenden Form und Stabiltät der Russin musste sich Michelle trotz deutlich gesteigerter Leistung mit gesamthaft 413.80 Punkten erneut mit dem zweiten Rang bzw. dem Titel der Vize Junioren-Europameisterin vom 3m-Brett zufrieden geben. Das Podest wurde durch die Tatjana STEPANOVA (RUS) komplettiert.

Mit 4 Silbermedaillen bei 4 Einsätzen konnte am Sonntagabend ein hervorragendes Fazit gezogen werden. Michelle musste sich jeweils lediglich den russischen Athleten beugen, welche in diesem ausserordentlich stark auftraten und durchaus als Team der Stunde bezeichnet werden können – nicht zuletzt führten diese auch den Medaillenspiegel mit 20 Edelmetallen, davon 9 x Gold, 5 x Silber und 6 x Bronze deutlich an.

In den verbleibenden Tagen bis zu den FINA Weltmeisterschaften 2017 von Mitte Juli in Budapest gilt es nun ausreichend zu regenerieren, damit die Wettkampfsaison 2017 mit dem Höhepunkt in Ungarn angemessen und würdig abgeschlossen werden kann. Weitere Medaillen stehen hierbei nicht im Vordergrund; hauptsächlich gilt es erste Erfahrungen an den Weltmeisterschaften zu sammeln und hierbei die bestmögliche Leistung zu zeigen.

Wir drücken Michelle für die bevorstehenden FINA Weltmeisterschaften die Daumen und freuen uns auf spannende Wettkämpfe!

Europameisterschaften 2017 in Kiew: Ein stolzes Kapitel Sportgeschichte!

Michelle Luisa Heimberg lebt ihren Traum und schreibt an den Wasserspring Europameisterschaften 2017 in Kiew eine schier unglaubliche Geschichte.

Überrascht ab den Dimensionen der Veranstaltung, der Professionalität der Organisation sowie den allgegenwärtigen Kameras und beeindruckt von der herrschenden Aura diverser Olympiateilnehmer, aber dennoch oftmals nachdenklich und berührt durch das soziale Umfeld eines Gastgeberlandes, welches nicht gerade auf Rosen gebettet ist.

So in etwa lässt sich der Einstieg vom Michelle in ihre erste internationalen Meisterschaften auf Elite-Niveau beschreiben.

Den Auftakt in die Wettkämpfe bildete der Mixed-Synchron-Wettkampf vom 3m-Brett am Dienstag gemeinsam mit ihrem Trainingspartner Jonathan SUCKOW von Genève Natation 1885. Obwohl im Vorfeld einige gemeinsame Trainingssessions absolviert wurden, bei welchen das Sprungprogramm auf hohen Niveau ausgeführt werden konnte, war das Nervenflattern und die herrschenden Nervosität den beiden Schweizer Junioren während dem Wettkampf gut anzumerken. Aufgrund der vielen neuen Reize nicht weiter erstaunlich; infolge dessen gelangen verschiedene Sprünge nicht ganz nach Wunsch. Am Ende des Wettkampfes resultierte unter den bestehenden Voraussetzungen mit 263.10 Punkten ein guter 5. Schlussrang (von gesamthaft 6 Teams).

Am Donnerstag bestritt Michelle ihren ersten Einzelwettkampf vom 3m-Brett. Nach wie vor konnte sie ihre Nervosität noch nicht ganz ablegen; entsprechend fiel der Vorkampf aus. Zwei von fünf Sprüngen gelangen nicht nach Wunsch; trotzdem war die Gesamtdarbietung für einen Finaleinzug mit den besten 12 Athletinnen stark genug, wenn auch als 11. Klassierte des Vorkampfes mit 242.50 Punkten eher knapp. Da mit einem Finaleinzug bereits ein persönliches Ziel der EM-Teilnahme erreicht war und im “schlimmsten” Fall lediglich eine Zurückversetzung um einem Platz auf den 12. Schlussrang “drohte”, konnte Michelle völlig unbeschwert und frei von Druck im Final antreten und diesen entsprechend geniessen. Hierbei zeigte sie starke Sprünge und steigerte sich mit jeder Runde in einen wahren Traumlauf. In der Endabrechnung resultierten 293.25 Punkte, was hinter der Ukrainerin Anna PYSMENSKA Silber und gleichzeitig den Vize-Europameistertitel vom 3m-Brett bedeutete – mit dem ersten Edelmetall für die Schweiz an den seit 1926 ausgetragenen Titelkämpfen ein historischer Erfolg!

Nach einem vermeintlichen Ruhetag, welcher durch sich gegenseitig überbietende Pressemeldungen und verschiedene Medienkontakte geprägt war, stand am Samstag der Abschlusswettkampf vom 1m-Brett auf dem Programm. Den Vorkampf ging Michelle bereits deutlich ruhiger als die vorherigen Wettkämpfe an; nach 5 Sprüngen und einem Total von 245.85 Punkten qualifizierte sie sich mit einer soliden Leistung auf dem 6. Rang für den Final der besten 12.

Auch wenn sich nach den langen Einsätzen in Kiew die Müdigkeit in ihren Beinen langsam bemerkbar machte, vermochte sich Michelle im Finaldurchgang nochmals zu steigern und sicherte sich mit 256.65 Punkten und dem 6. Schlussrang – welcher gleichbedeutend mit einem Diplomrang ist – einen weiteren Achtungserfolg. Europameisterin vom 1m-Brett wurde die Italienerin Elena BERTOCCHI.

Rückblickend kann der Einsatz von Michelle an den diesjährigen Europameisterschaften als voller Erfolg bezeichnet werden:

  • Michelle konnte erstmalig an internationalen Meisterschaften in der Kategorie Elite Luft schnuppern und sich der teilweise deutlich älteren Konkurrenz stellen sowie sich den internationalen Kampfgerichten präsentieren.
  • Die persönlichen Ziele von mindestens einem Finaleinzug wurden mehr als deutlich übertroffen; mit dem Finaleinzug bei beiden Einzelbrettern sowie einer Silbermedaille mit zugehörigem Vize-Meistertitel und einem Diplomrang hat Michelle gezeigt, dass sie mit 17 Jahren bereits als Juniorenspringerin in der europäischen Spitze angekommen ist.
  • Mit den Titelwettkämpfen vom 3m-Brett hat sich wieder einmal gezeigt, dass ein Wettkampf erst nach dem letzten Sprung entschieden ist; selbst mit einem mässigen Abschneiden im Vorkampf ist im Finaldurchgang oftmals noch vieles möglich.
  • Das Mysterium der internationalen Meisterschaften im der Kategorie Elite lichtet sich langsam; trotz einer deutlich grösseren und illustrenen Bühne geht es letzendlich “lediglich” darum, 5 Sprünge optimal zu tauchen und sich nicht von den glamourösen Begleiterscheinungen verunsichern zu lassen. In diesem Sinne ist Michelle gewappnet für die kommenden Junioren-Europameisterschaften Ende Juni 2017 in Bergen wie auch die Elite-Weltmeisterschaften Mitte Juli 2017 in Budapest.
  • Analog zu den Ergebnisse in den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass der mutige Entscheid im Sommer 2016, ihr Trainingsumfeld nach Genève Natation 1885 mit der Cheftrainerin Christiane FAVIA zu verlegen, ein weiterer Schritt in die richtige Richtung zur Erreichung ihres grossen Ziels – eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 – war.

Der Gewinn der Silber-Medaille hat auch einiges an Presserummel mit sich gebracht. Für Michelle eine neue, aber durchaus positive Erfahrung, sich den verschiedensten Vertretern von Printmedien, Radio und TV zu stellen – insofern sich die Zusammenarbeit jederzeit äusserst professionell gestaltet hat. Für die Zukunft gilt es dennoch einzelne Optimierungen in der Pressearbeit zu erzielen, damit auch bei medienwirksamen Resultaten die notwendigen und gewissenhaften Vorbereitungen auf die folgenden Wettkämpfe nicht allzu stark beeinträchtigt werden.

Zusätzlich gilt es nun die mediale Präsenz bei der allgegenwärtigen Sponsorenakquisition als zusätzlicher Anschub zu nutzen, damit auch bei einer Randsportart wie Wasserspringen eine ausreichend gute finanzielle Basis gelegt werden kann.

Trotz der erzielten Erfolge und der sich zeitweise “überbordenden” Pressemeldungen bleibt zu hoffen, dass durch das Umfeld – wenn auch unbewusst – kein übermässiger und unrealistischer Erwartungs- bzw. Erfolgsdruck aufgebaut wird. Freud und Leid liegen beim Sport erfahrungsgemäss sehr nah beeinander; inbesondere an den kommenden Junioren Europameisterschaften in Bergen braucht es für einen Triumph 9 makellose Sprünge – die Mitbewerberinnen haben ihre Aufgaben und Vorbereitungen gemacht und sind ebenfalls bereit.

Michelle ist sich bewusst, dass dieser Erfolg nur durch die wohlwollende Unterstützung eines gemeinsamen Umfeldes möglich ist, welches an ihr Talent, Ihren Willen und die gesetzten Ziele glaubt und sie darin bestmöglichst unterstützt.

Aus diesem Grund geht ein besonderer Dank an

  • Den Stammverein Genève Natation 1885 und dessen Trainerstab; inbesondere die Cheftrainerin Christiane FAVIA und der Assistenztrainer Jonathan MALUSARDI.
  • Den unterstützenden, persönlichen Staff mit Mentaltraining, Ballettunterricht, Osteopathie und vielem mehr.
  • Die Trainingskollegen aus dem Stammverein Genève Natation 1885 sowie dem Schweizerischen Nationalkader, welche Michelle im täglichen Training anspornen und mit denen sie viele schöne gemeinsame Momente erleben darf.
  • Dem Schweizer Verband Swiss Swimming und insbesondere der Sportabteilung Wasserspringen (Swiss Diving).
  • Dem familiären Umfeld und insbesondere auch der Gastfamilie in Genf; welche jederzeit mit grossem Einsatz um das Wohl von Michelle ausserhalb des Sports bemüht ist.
  • Der Stiftung Schweizer Sporthilfe, den weiteren Sponsoren und Gönnern, welche mit ihrer grosszügigen finanziellen Unterstützung Michelle das Ausleben ihrer Leidenschaft ermöglichen.
  • Den Pressevertretern, welche ihre Berichterstattung stets professionel und mit der notwendigen Rück-/Nachsicht durchgeführt haben.
  • Sämtliche Freunde und Wohlgesinnte, welche bis dato nicht gesondert genannt wurden, aber mit Michelle an den Wettkämpfen mitfiebern und immer wieder für sie da sind.

Herzlichen Dank an das gesamte Umfeld von Michelle, Ihr habt alle einen wichtigen Teil zu diesem historischen Moment beigetragen – lehnt einen Moment zurück und geniesst die Früchte harter Arbeit gemeinsam mit Michelle!

 

#OneTeam #Sporthilfe #road2tokyo

Vize-Europameisterin 2017: Wahnsinn. Historisch. Schön.

Die Gefühle und Emotionen, welche am Donnerstag den 15. Juni 2017 in Kiew vorgefallen sind, lassen sich nur schwer in Worte fassen. Michelle startet an den diesjährigen Elite-Europameisterschaften am Vormittag zu ihrem ersten Einzelwettkampf vom 3m-Brett.

Trotz hervorragender Vorbereitung flatterten ab der für Michelle neuen Dimension des Anlasses und einer hochkarätigen Konkurrenz mit mehreren Olympiateilnehmern zwischendurch die Nerven, was leider zu zwei mehr oder weniger verpatzten Sprüngen führte. Die Qualität der restlichen Sprünge war jedoch dermassen gut, dass Michelle es trotzdem mit ein wenig Wettkampfglück als jüngste Teilnehmerin auf Platz 11 in den Finaldurchgang der besten 12 Athletinnen schaffte.

Ein erster, grosser Achtungserfolg war mit dem Finaleinzug bereits erreicht, doch die ukrainischen Wassersportgötter hielten noch ein zusätzliches Kapitel bereit.
Nachdem Michelle am frühen Abend die Nervosität ablegen und völlig befreit ohne Druck in den Finaldurchgang starten konnte, begann eine Erfolgsgeschichte mit historischer Bedeutung. Was als Belohnung für die täglichen Trainingsaufwendungen und Genuss vor einer beieindruckenden Kulisse gedacht war, entwickelte sich über 5 Durchgänge zu einem Traumlauf. Mit 5 soliden, gut ausgeführten Sprüngen sicherte sich Michelle am Schluss des Wettkampfes mit 293.25 Punkten den zweiten Rang und musste sich lediglich der einheimischen Springerin Anna PYSMENSKA geschlagen geben.

Das Bewusstsein um die Bedeutung des Vize-Europameistertitels vom 3m-Brett stellt sich erst langsam ein – handelt es sich doch um das erste Edelmetall für die Schweiz in den seit 1926 ausgetragenen Titelkämpfen im Wasserspringen.

Viel Zeit für den Genuss bleibt jedoch auch nach einer kurzen, unruhigen Nacht nicht. Morgen Samstag steht noch der Wettkampf der Damen vom 1m-Brett an, bei dem sich Michelle mit einer stimmigen Vorstellung von den diesjährigen Europameisterschaften verabschieden möchte.

Kurz nach der Heimkehr geht es bereits weiter nach Norwegen, wo in Bergen am 27. Juni 2017 die Junioren-Europameisterschaften 2017 beginnen. Als krönenden Abschluss geht es am 14. Juli 2017 zu den Elite-Weltmeisterschaften 2017 nach Budapest, bevor die langersehnten und wahrlich verdienten Ferien in der Sommerpause bevorstehen.

Wir gratulieren nochmals herzlichst zum Vize-Europameistertitel 2017 vom 3m-Brett und ziehen den Hut vor dieser gewaltigen Leistung. Wir freuen uns auf die bevorstehenden Wettkämpfe und wünschen hierbei ein wunschgemässes Gelingen und das notwendige Quäntchen Wettkampfglück!

Live aus Kiew, Daniel Heimberg | Friends of Diving

#OneTeam #Sporthilfe #road2tokyo.ch

Europameisterschaften 2017: Selektion Junioren & Elite!

Diese Woche wurden durch Swiss Diving die Selektionen für die kommenden Europameisterschaften 2017 in den Kategorien Junioren und Elite bekannt gegeben. Michelle konnte sich dank den Leistungen in der Saison 2017 erfolgreich für beide Veranstaltungen qualifizieren – herzlichen Glückwunsch!

 

Elite Europameisterschaften 2017 @ Kiew (12. bis 18. Juni 2017 | Link):

  • Einzelwettkampf 1m-Brett, Damen
  • Einzelwettkampf 3m-Brett, Damen
  • Synchron-Wettkampf 3m-Brett, mixed (mit Jonathan SUCKOW)

 

Junioren Europameisterschaften 2017 @ Bergen (27. Juni bis 2. Juli 2017 | Link):

  • Einzelwettkampf 1m-Brett, Juniorinnenkategorie A
  • Einzelwettkampf 3m-Brett, Juniorinnenkategorie A
  • Synchron-Wettkampf 3m-Brett, Juniorinnenkategorie A/B (mit Madeline COQUOZ)

 

Wir wünschen für die bevorstehenden Meisterschaften viel Erfolg und hoffen auf tatkräftige Unterstützung von vielen Fans vor Ort 🙂

Bergen Open 2017: “Vier gewinnt”

Getreu dem Strategiespiel “Vier gewinnt” absolvierte Michelle ihre vier Einsätze am Bergen Open in Norwegen.

Am Donnerstag, den 6. April eröffnete Michelle gemeinsam mit Jonathan SUCKOW im Mixed-Synchro ihre Gold-Serie: Die beiden Athleten von Genève Natation 1885 setzten sich gegen die beiden schwedischen Paarungen PARADZIK/NERO und GUNDERSEN/KÄLLGREN durch. Gleichzeitig ersprangen Sie mit der Punktzahl von 282.60 Punkten die Qualifikationslimite für den Mixed Synchro Wettkampf an den kommenden Europameisterschaften in Kiew.

Am Freitag, den 7. April stand der Wettkampf vom 3m-Brett in der Kategorie Elite auf dem Programm. In einem spannenden Wettkampf konnte sich Michelle hierbei mit  272.80 Punkten gegen Linnea SÖRENSEN (Schweden) und Mathilda ROXNE (Finnland) durchsetzen und als Lohn die zweite goldene Medaille in Empfang nehmen.

Am Samstag, den 8. April folgte der Einsatz in der Juniorenkategorie vom 3m-Brett. Analog dem Vortag konnte sich Michelle in einem packenden Wettkampf mit 393.70 Punkten erneut gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen und verwies hierbei Selina STAUDENHERZ (Österreich) und Giulia VITTORIOSO (Italien) auf die Ehrenplätze.

Am Sonnstag, den 9. April standen zum Abschluss noch die Wettbewerbe vom 1m-Brett auf dem Programm. Der Vormittag startete mit dem Wettkampf in der Junioren Kategorie. Getreu dem Motto “Vier gewinnt” konnte Michelle auch diesen Einsatz zu ihren Gunsten entscheiden und sicherte sich mit 406.45 Punkten zum vierten Mal Gold vor Caroline LECOEUR (Frankreich) und Roosa KANERVA (Finnland). Auf den abschliessenden Wettkampf vom 1m-Brett in der Kategorie Elite musste Michelle aus zeitlichen Gründen leider verzichten, da die Heimreise für Sonntagabend vorgesehen war – wer weiss, eine fünfte Gold-Medaille wäre beim aktuellen Lauf von Michelle vermutlich durchaus drin gelegen 🙂

 

Zusammenfassend kann mit dem Einsatz von Bergen ein hervorragendes Fazit gezogen werden:

  • Die Formkurve stimmt und Michelle springt auf einem konstant hohen Niveau.
  • Die Qualifikationslimiten für die diesjährigen, internationalen Meisterschaften in der Junioren- wie auch Elitekategorie (JEM, EM & WM) wurden erneut deutlich bestätigt.
  • Es konnte in Bergen auf derselben Anlage, in der Ende Juni 2017 die kommenden Junioren-Europameisterschaften abgehalten werden, ein erfolgreicher “Probelauf” absolviert werden.

 

Wir sind zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Saison und freuen uns auf spannende und packende Wettkämpfe in Dresden!

 

“Trittst im Medaillensegen daher …”

Michelle rockt mit dem Swiss Diving Team das 7 Nations Youth Diving Meet in Bourg-en-Bresse!

Am Wochenende vom 25. & 26. März 2017 massen sich die besten Schweizer Junioren-Wasserspringer/innen in Frankreich mit etablierter Konkurrenz aus Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Norwegen und Schweden. Während den Wettkämpfen vermochten die Schweizer in der höchsten Juniorenkategorie A – und insbesondere auch Michelle – bei spannenden Wettkämpfen eine Vielzahl von Glanzpunkten zu setzen.

 

Am Samstag standen für Michelle die Wettkämpfe vom 3m-Brett auf dem Programm. Beim Einzelbrett wusste sie sich in einem starken Teilnehmerfeld durchzusetzen und sicherte sich mit 442.15 Punkten den Sieg bzw. die erste Goldmedaille. Hierbei verwies sie Emma GULLSTRAND (SWE | Silber) und Anna SHYRYKHAY (GER | Bronze) auf die Ehrenplätze.

Im Synchro-Wettkampf mit Madeline COQUOZ mussten sie den Teams aus England (Scarlett Mew JENSEN & Maria PAPWORTH) und Deutschland (Anna SHYRYKHAY & Annika MIETHIG) den Vortritt auf dem Podest lassen und sich mit der Bronzemedaille “begnügen”.

In Anbetracht dessen, dass die gemeinsamen Synchro-Trainings aufgrund geographischer Distanzen (Madeline trainiert in Plymouth) äussert spärlich ausfallen und die Sprungstile der beiden Athletinnen äusserst unterschiedlich sind, kann unter den gegebenen Voraussetzungen mit den erreichten 243.57 Punkten durchaus von einem Achtungserfolg gesprochen werden. Bis zu den Junioren-Europameisterschaften Ende Juni in Bergen verbleiben noch ein paar Wochen Zeit, um die gegenseitige Abstimmung zu verbessern.

Die Erfolge des Samstags wurden durch den Sieg von Jonathan SUCKOW, dem Trainingspartner vom Michelle bei Genève Natation 1885, in der Kategorie Junioren A, Herren abgerundet.

Am Sonntag stand für Michelle der Wettkampf vom 1m-Brett auf dem Programm. Sie konnte den Triumph des Vortages wiederholen und sich mit 398.35 Punkten erneut den Titel bzw. die zweite Goldmedaille sichern. Das Podest wurde mit Anna SHYRYKHAY (GER | Silber) und Scarlett Mew JENSEN (GBR | Bronze) komplettiert.

Gleichentags sorgte erneut Jonathan SUCKOW dafür, dass die Bilanz des Vortages noch getoppt werden konnte; nebst dem Sieg vom 3m-Brett gewann er ebenfalls gemeinsam mit Simon RIECKHOFF den Synchro-Wettkampf.

 

Die Schweizer Schlussbilanz kann sich sehen lassen: 5 x Gold und 1 x Bronze. Auch wenn insbesondere für Michelle und Jonathan SUCKOW bei internationalen Wettkämpfen der Platz auf dem Podest – häufig auch zuoberst – langsam zur Routine wird, ist es immer wieder schön zu sehen, welche Emotionen das Erklingen der Schweizer Nationalhymne während den Siegerehrungen bei den Athleten auslöst. Wir hoffen, dass diese Erfolgsstory noch lange andauert und viele weitere Kapitel schreibt, die Voraussetzungen stimmen zumindest zuversichtlich.

 

Trotz den erzielten Erfolgen bleibt keine Zeit, um die Beine hochzulagern. Die Vorbereitung auf die diesjährigen Saisonhöhepunkte mit den grossen, internationalen Meisterschaften (EM, JEM & WM) laufen auf Hochtouren. Es gilt, den guten Formstand von Michelle, welcher sich auch darin widerspiegelt, dass sie als “erst” 17-jährigen Athletin aus dem Juniorenkader bereits vor dem letzten Qualifikationswettkampf als bisher einzige Athletin die erhöhten Qualifikationslimiten für beide Individualwettkämpfe (1m- & 3m-Brett) an den Elite Weltmeisterschaften 2017 nicht nur erreicht sondern auch deutlich übertroffen hat, den letzten Feinschliff zu verpassen. Zu diesem Zweck gilt es bis zu den Elite Europameisterschaften 2017 in Kiew Mitte Juni, den Junioren Europameisterschaften 2017 in Bergen Ende Juni und als Höhepunkt den Elite Weltmeisterschaften 2017 in Budapest Mitte Juli noch unzählige Trainingsstunden und mit dem Bergen Open sowie dem 7th International Youth Diving Meet in Dresden noch weitere Testwettkämpfe zu absolvieren.

… nach Silber folgt Gold in Berlin!

Nach einem Ruhetag am Freitag, welche zu einzelnen Trainingssessions genutzt wurde, startete am Samstag der Wettkampf in der Kategorie Elite vom 3m-Brett.

 

Des einen Freud und des anderen Leid; so lassen sich die Lichtverhältnis bei der 3m-Sprunganlage wohl am besten beschreiben. Ausreichend Lumen für die Fotografen, damit nahezu rauschfreie Bilder mit schnellen Verschlusszeiten geschossen werden konnten bedeuten aber auch eine erschwerte Orientierung der Athleten bei schnellen Rotationen wie Mehrfach-Salti.

Michelle hat sich im Verlauf des Tages schrittweise an die ungewohnten Verhältnisse heran getastet. Im Vorkampf, welcher am Vormittag stattfand, erzielte sie 261.35 Punkten – der Schlusssprung mit dem 107C (3½ Vorwärtssalto, gehockt) gelang nicht optimal und verhinderte so eine höhere Gesamtwertung. Dennoch sicherte sich Michelle den 5. Schlussrang und somit den Einzug in die nächste Runde.

Das anschliessende Halbfinal beendete sie mit einer leicht höheren Gesamtpunktzahl von 265.40 Punkten; nebst dem Schlusssprung patzerte Michelle diesmal auch ein wenig beim zweitletzten Sprung, dem 305C (2½ Auerbachsalto, gehockt). Dennoch reichte der 7. Schlussrang für den Einzug ins Finale der besten 12.

Im Final, welcher am Samstagabend stattfand, war die Feinabstimmung anscheinend abgeschlossen und sämtliche Puzzle-Teile passten hervorragend zueinander. Michelle legte eine gewaltige Sprungserie hin und gewann mit starken 313.50 Punkten die Goldmedaille vom 3m-Brett. Sie klassierte sich vor Elena BERTOCCHI aus Italien – der sie im Wettkampf vom 1m-Brett noch den Vortritt auf dem Podest lassen musste – und Tina PUNZEL aus Deutschland. Mit dem Sieg darf sich Michelle nun “Offene Deutsche Meisterin 2017 vom 3m-Brett” nennen 😉

 

Die gezeigte Leistung ist insofern beachtenswert, da sich Michelle erneut gegen deutlich ältere Springerinnen und auch Teilnehmerinnen der letztjährigen Olympischen Sommerspiele in Rio durchsetzen konnte. Ebenso hat sie mit der erreichten Punktzahl die geforderten Qualifikationslimiten für die diesjährigen Europa– und Weltmeisterschaften in der Kategorie Elite deutlich übertroffen.

Am Sonntag folgt dann noch der abschliessende Synchro-Wettkampf vom 3m-Brett, in dem Michelle mit ihrer Synchropartnerin Madeline COQUOZ (Fribourg / Plymouth) ebenfalls versucht, die notwendigen Qualifikationslimiten für die internationalen Meisterschaften zu erreichen. In Anbetracht dessen, dass der Hauptfokus von Michelle auf den Einzelbrettern liegt und daher das gemeinsame Synchro-Training relativ bescheiden ausfiel, sind wir auf die Resultate gespannt. Unabhängig vom Sonntag können die Internationalen Deutschen Meisterschaften 2017 für Michelle bereits jetzt schon als voller Erfolg verbucht werden.

Nebst Michelle kann auch Swiss Diving auf eine sehr gute Teamleistung zurückblicken; nebst mehreren Medaillen konnten auch diverse Athleten und Athletinnen die Qualifikationslimiten für die internationalen Meisterschaften in der Kategorie Elite erspringen – ein grosses Bravo an alle Springer und Springerinnen des Schweizer Teams!

Tag 1: Ein silberner Auftakt in Berlin …

Michelle ist an den Int. Deutschen Meisterschaften in Berlin in der Kategorie Elite vom 1m-Brett ein Auftakt nach Mass gelungen. Der Wettkampf der Damen war am Donnerstag um 09.30 Uhr der Startevent in das viertägige Springermeeting mit hochkarätiger, teils internationaler Besetzung.

Im Vorkampf, in dem sich die 12 besten Athletinnen aus einen Teilnehmerfeld mit gesamthaft 22 Springerinnen mit Jahrgang 1994 bis 2003 für einen der beiden Halbfinals qualifizieren konnten, sicherte sich Michelle mit dem zweithöchsten Wert von 246.95 Punkten den Einzug ins Halbfinale.

Im direkt anschliessenden ersten Halbfinal konnte Michelle trotz kleiner Schwächen an ihre Leistungen aus dem Vorkampf anknüpfen und sich mit dem zweiten Platz bzw. 244.30 Punkten einen Startplatz für den Final sichern.

Nach einer kurzen Ruhephase folgte um 17.30 Uhr der Finaldurchgang mit den besten 6 Springerinnen, bei denen Michelle gemeinsam mit Anna SHYRYKAY zu den Jüngsten gehörte. Trotz der fortgeschrittenen Zeit lieferten sich die Finalistinnen einen spannenden Wettkampf auf Augenhöhe. Nach zwei starken Startsprüngen, wobei die Kampfrichter unter anderem die Note 8.5 zückten, fielen der dritte und der vierte Durchgang für Michelle eher durchzogen aus, wodurch jedoch die Spannung erhalten blieb und sich ein Kopf an Kopf Rennen um die Podestplätze entwickelte. Mit einem starken Schlusssprung konnte sich Michelle erneut den zweiten Platz und somit die erste Silbermedaille in Berlin sichern. In der Endabrechnung musste sie sich mit 256.55 Punkten lediglich der 6 Jahre älteren Elena BERTOCCHI aus Italien geschlagen geben – herzliche Gratulation!

Nun gilt es den für Michelle Wettkampf-freien Tag zu nutzen und sich optimal für den Einsatz vom 3m-Brett am Samstag vorzubereiten.

 

Die gezeigten Leistungen sind in vielfacher Hinsicht sehr positiv zu werten. Einerseits zeigt Michelle vom 1m-Brett seit dem Jahresanfang regelmässig solide Wettkampfauftritte und erreicht bzw. übertrifft die geforderte Qualifikationslimite von 240 Punkten für die diesjährigen Europa– wie auch Weltmeisterschaften in der Kategorie Elite deutlich. Andererseits zeigen die kleinen Patzer, welche sich zwischendurch einschleichen, dass bei Michelle trotz vieler Erfolge in jungen Jahren das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Es schlummert hierbei noch einiges an Potential; sei es bei der noch perfekteren Ausführung der Sprünge oder der generellen Erhöhung des Schwierigkeitsgrades ihres Sprungprogrammes – auf alle Fälle bleibt die Zukunft spannend und wir freuen uns auf weitere tolle Wettkämpfe.

Aller guten Dinge sind drei: Das Gold-Triple ist komplett!

Der Samstag am SENET Diving Cup 2017 in Eindhoven reihte sich nahtlos in die vorhergehenden Tage ein: Michelle kam, sprang und siegte. Am Vormittag fand der Vorkampf vom 3m-Brett in der Kategorie Junioren A statt, welche Michelle mit einer starken Leistung von 405.85 Punkten für sich entscheiden konnte und sich somit für den Finaldurchgang vom Abend qualifizierte.

Im Anschluss folgte sogleich der Synchron-Wettkampf vom 3m-Brett mit Madeline COQUOZ in der Kategorie Elite. Während des Wettkampfes zeigte sich, dass doch noch der eine oder andere Feinschliff beim gemeinsamen Auftritt fehlt, dementsprechend durchzogen fielen die jeweiligen Bewertungen in Ausführung und Synchronität aus. Dank vereinzelten Glanzlichtern konnten sie sich jedoch  guten retten und holten hinter der Paarung  Inge JANSEN und Celine VAN DUIJN (NEL) mit  238.59 Punkten den zweiten Platz resp. die Silbermedaille, vor der zweiten Schweizer Paarung Vivian BARTH und Morgane HERCULANO auf dem dritten Platz.

Im Finaldurchgang vom 3m-Brett in der Kategorie Junioren A am Samstagabend zeigte sich, dass die vergangenen Tage bzw. absolvierten Wettkämpfe ihre Spuren hinterlassen hatten.  Trotz sich bemerkbar machender Müdigkeit mobilisierte Michelle nochmals alle Energien und entschied den Finaldurchgang letzten Endes trotz zwei verpatzten Sprüngen mit 401.60 Punkten vor den beiden Nordländerinnen Nea IMMONEN (FIN) und Helle TUXEN (NOR) deutlich für sich – somit war das dritte Gold im dritten Einzelwettkampf unter “Dach und Fach”.

 

Auch wenn Michelle am Sonntag aufgrund der schwindenden Kraftreserven auf einen Start am Elitewettkampf vom 3m-Brett verzichtet hat, kann der SENET Diving Cup 2017 als grosser Erfolg betrachtet werden – für Michelle wie auch Swiss Diving! Michelle kann nach fünf Auftritten mit fünf Medaillen (3 x Gold, 1 x Silber & 1 x Bronze) und erfüllten Qualifikationslimiten für die bevorstehenden internationalen Meisterschaften den Heimweg antreten.

 

Einen grossen Dank sprechen wir an dieser Stelle dem Stammverein Genève Natation 1885 (> Link) und dessen Ausbildungskader im Bereich Wasserspringen aus. Der Dank gebührt insbesondere der Haupttrainerin Christiane FAVIA und dem Assistenztrainer Jonathan MALUSARDI; ohne deren unermüdlichen Einsatz wären die erzielten Erfolge schlichtweg nicht möglich. Nicht zu vergessen sind ebenfalls die zahlreichen Helfer und Unterstützer, welche oftmals im Hintergrund bleiben, aber für den Erfolg und die Weiterentwicklung von Michelle und den anderen Athleten genauso wichtig sind.