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Junioren-Europameisterschaften 2017 in Bergen: Silber hoch 4 im hohen Norden

Nach dem Achtungserfolg Mitte Juni 2017 an den Europameisterschaften 2017 in Kiew, welcher mit dem Vize-Europameistertitel vom 3m-Titel gekrönt wurde, stand mit den  Junioren-Europameisterschaften 2017 in Bergen eine weitere, sehr anspruchsvolle Wettkampfwoche auf dem Programm – dies nach einer äusserst kurzen Ruhephase, welche durch diverse Medientermine geprägt wurde.

Nach der Anreise am Samstag stand am Montag mit dem Team-Event der erste Wettkampf auf dem Programm. Michelle sprang hierbei mit ihrem Trainingspartner Jonathan SUCKOW (ebenfalls Genève Natation 1885) die Mixed-Synchro Einsätze vom 1m- und 3m-Brett Brett. Komplettiert wurde das Wettkampf-Team durch Simon RIECKHOFF (Lausanne Natation) und Aron BRUN (Verein Zürcher Wasserspringen). Es gelang sämtlichen Athleten, eine tolle und ansprechende Leistung zu zeigen; mit gesamthaft 300.55 Punkten resultierte am Ende des ersten Tages mit dem 2. Rang bereits die ersten Silber-Medaillen für die Schweizer-Delegation. Der Team-Wettkampf wurde mit 324.20 Punkten durch Russland (Aleksandra BIBIKINA, Ruslan TERNOVOI, Gennadii VAGIN & Nikita NIKOLAEV) gewonnen,  das Podest komplettierte die Mannschaft aus Italien (Francesco PORCO, Chiara PELLACANI, Riccardo GIOVANNINI & Maia BIGINELLI).

Am Dienstag stand für Michelle mit dem Synchro-Wettkampf der Damen der zweite Wettkampf auf dem Programm. Gemeinsam mit ihrer Synchro-Partnerin Madeline COQUOZ zeigte das Schweizer Team eine erneut ansprechende Leistung. Nach dem 5 Sprung resultierte eine Gesamtpunktzahl von 249.00 Punkten was analog dem Vortag mit dem 2. Rang und einer Silbermedaille gleichbedeutend war. Das Schweizer Team musste erneute den in diesem Jahr sehr stark auftretenden Russen (Ekatarina NEKRASOVA & Uliana KLIUEVA) den Vorrang lassen, das Podest wurde durch das Team aus Grossbritannien (Yasmin HARPER & Scarlett MEW-JENSEN) komplettiert.

Nach zwei wettkampffreien Tagen startete Michelle in die Einzelwettkämpfe, hierbei stand am Freitag zuerst der Wettkampf vom 1m-Brett auf dem Programm. Michelle zeigte einen soliden Vorkampf und sicherte sich mit einer Punktzahl von 395.50 und dem 1. Zwischenrang souverän den Einzug in den Finaldurchgang. Im Finaldurchgang schlichen sich dann einerseits ein paar kleinere Patzer ein und andererseits zeigte Ekatarina NEKRASOVA (RUS) einen sehr guten Lauf.

Am Ende des Finaldurchgangs resultierte mit 386.80 Punkten ein starker 2. Rang hinter der Russin. Die dritte Silbermedaille war gleichbedeutend mit dem Titel der Vize Junioren Europameisterin vom 1m-Brett. Das Podest wurde durch Lena HENTSCHEL (GER) komplettiert.

Am Sonntag, dem letzten Tag der diesjährigen Junioren-Europameisterschaften, stand für Michelle noch der Wettkampf vom 3m-Brett auf dem Programm. Die lange Wettkampfdauer von rund 1 Woche zeigte erste Symptome in Form von müden Beinen, was sich im einen oder anderen Patzer während des Vorkampfes bemerkbar machte. Michelle qualifizierte sich dennoch mit einer Gesamtleistung von 395.80 Punkten auf dem 3. Zwischenrang für den Finaldurchgang.

Im Finaldurchgang konnte Michelle in der Folge nochmals alle Kräfte mobilisieren und zeigte eine starke Serie von Sprüngen. Aufgrund des Handicaps der Pflichtsprünge von Vorkampf, welche in der Schlussabrechnung rund 20 Punkte tiefer als die der führende Ekatarina NEKRASOVA (RUS) ausfielen und als Ausgangsbasis in den Finaldurchgang mitgenommen werden, sowie der bestechenden Form und Stabiltät der Russin musste sich Michelle trotz deutlich gesteigerter Leistung mit gesamthaft 413.80 Punkten erneut mit dem zweiten Rang bzw. dem Titel der Vize Junioren-Europameisterin vom 3m-Brett zufrieden geben. Das Podest wurde durch die Tatjana STEPANOVA (RUS) komplettiert.

Mit 4 Silbermedaillen bei 4 Einsätzen konnte am Sonntagabend ein hervorragendes Fazit gezogen werden. Michelle musste sich jeweils lediglich den russischen Athleten beugen, welche in diesem ausserordentlich stark auftraten und durchaus als Team der Stunde bezeichnet werden können – nicht zuletzt führten diese auch den Medaillenspiegel mit 20 Edelmetallen, davon 9 x Gold, 5 x Silber und 6 x Bronze deutlich an.

In den verbleibenden Tagen bis zu den FINA Weltmeisterschaften 2017 von Mitte Juli in Budapest gilt es nun ausreichend zu regenerieren, damit die Wettkampfsaison 2017 mit dem Höhepunkt in Ungarn angemessen und würdig abgeschlossen werden kann. Weitere Medaillen stehen hierbei nicht im Vordergrund; hauptsächlich gilt es erste Erfahrungen an den Weltmeisterschaften zu sammeln und hierbei die bestmögliche Leistung zu zeigen.

Wir drücken Michelle für die bevorstehenden FINA Weltmeisterschaften die Daumen und freuen uns auf spannende Wettkämpfe!

Europameisterschaften 2017 in Kiew: Ein stolzes Kapitel Sportgeschichte!

Michelle Luisa Heimberg lebt ihren Traum und schreibt an den Wasserspring Europameisterschaften 2017 in Kiew eine schier unglaubliche Geschichte.

Überrascht ab den Dimensionen der Veranstaltung, der Professionalität der Organisation sowie den allgegenwärtigen Kameras und beeindruckt von der herrschenden Aura diverser Olympiateilnehmer, aber dennoch oftmals nachdenklich und berührt durch das soziale Umfeld eines Gastgeberlandes, welches nicht gerade auf Rosen gebettet ist.

So in etwa lässt sich der Einstieg vom Michelle in ihre erste internationalen Meisterschaften auf Elite-Niveau beschreiben.

Den Auftakt in die Wettkämpfe bildete der Mixed-Synchron-Wettkampf vom 3m-Brett am Dienstag gemeinsam mit ihrem Trainingspartner Jonathan SUCKOW von Genève Natation 1885. Obwohl im Vorfeld einige gemeinsame Trainingssessions absolviert wurden, bei welchen das Sprungprogramm auf hohen Niveau ausgeführt werden konnte, war das Nervenflattern und die herrschenden Nervosität den beiden Schweizer Junioren während dem Wettkampf gut anzumerken. Aufgrund der vielen neuen Reize nicht weiter erstaunlich; infolge dessen gelangen verschiedene Sprünge nicht ganz nach Wunsch. Am Ende des Wettkampfes resultierte unter den bestehenden Voraussetzungen mit 263.10 Punkten ein guter 5. Schlussrang (von gesamthaft 6 Teams).

Am Donnerstag bestritt Michelle ihren ersten Einzelwettkampf vom 3m-Brett. Nach wie vor konnte sie ihre Nervosität noch nicht ganz ablegen; entsprechend fiel der Vorkampf aus. Zwei von fünf Sprüngen gelangen nicht nach Wunsch; trotzdem war die Gesamtdarbietung für einen Finaleinzug mit den besten 12 Athletinnen stark genug, wenn auch als 11. Klassierte des Vorkampfes mit 242.50 Punkten eher knapp. Da mit einem Finaleinzug bereits ein persönliches Ziel der EM-Teilnahme erreicht war und im “schlimmsten” Fall lediglich eine Zurückversetzung um einem Platz auf den 12. Schlussrang “drohte”, konnte Michelle völlig unbeschwert und frei von Druck im Final antreten und diesen entsprechend geniessen. Hierbei zeigte sie starke Sprünge und steigerte sich mit jeder Runde in einen wahren Traumlauf. In der Endabrechnung resultierten 293.25 Punkte, was hinter der Ukrainerin Anna PYSMENSKA Silber und gleichzeitig den Vize-Europameistertitel vom 3m-Brett bedeutete – mit dem ersten Edelmetall für die Schweiz an den seit 1926 ausgetragenen Titelkämpfen ein historischer Erfolg!

Nach einem vermeintlichen Ruhetag, welcher durch sich gegenseitig überbietende Pressemeldungen und verschiedene Medienkontakte geprägt war, stand am Samstag der Abschlusswettkampf vom 1m-Brett auf dem Programm. Den Vorkampf ging Michelle bereits deutlich ruhiger als die vorherigen Wettkämpfe an; nach 5 Sprüngen und einem Total von 245.85 Punkten qualifizierte sie sich mit einer soliden Leistung auf dem 6. Rang für den Final der besten 12.

Auch wenn sich nach den langen Einsätzen in Kiew die Müdigkeit in ihren Beinen langsam bemerkbar machte, vermochte sich Michelle im Finaldurchgang nochmals zu steigern und sicherte sich mit 256.65 Punkten und dem 6. Schlussrang – welcher gleichbedeutend mit einem Diplomrang ist – einen weiteren Achtungserfolg. Europameisterin vom 1m-Brett wurde die Italienerin Elena BERTOCCHI.

Rückblickend kann der Einsatz von Michelle an den diesjährigen Europameisterschaften als voller Erfolg bezeichnet werden:

  • Michelle konnte erstmalig an internationalen Meisterschaften in der Kategorie Elite Luft schnuppern und sich der teilweise deutlich älteren Konkurrenz stellen sowie sich den internationalen Kampfgerichten präsentieren.
  • Die persönlichen Ziele von mindestens einem Finaleinzug wurden mehr als deutlich übertroffen; mit dem Finaleinzug bei beiden Einzelbrettern sowie einer Silbermedaille mit zugehörigem Vize-Meistertitel und einem Diplomrang hat Michelle gezeigt, dass sie mit 17 Jahren bereits als Juniorenspringerin in der europäischen Spitze angekommen ist.
  • Mit den Titelwettkämpfen vom 3m-Brett hat sich wieder einmal gezeigt, dass ein Wettkampf erst nach dem letzten Sprung entschieden ist; selbst mit einem mässigen Abschneiden im Vorkampf ist im Finaldurchgang oftmals noch vieles möglich.
  • Das Mysterium der internationalen Meisterschaften im der Kategorie Elite lichtet sich langsam; trotz einer deutlich grösseren und illustrenen Bühne geht es letzendlich “lediglich” darum, 5 Sprünge optimal zu tauchen und sich nicht von den glamourösen Begleiterscheinungen verunsichern zu lassen. In diesem Sinne ist Michelle gewappnet für die kommenden Junioren-Europameisterschaften Ende Juni 2017 in Bergen wie auch die Elite-Weltmeisterschaften Mitte Juli 2017 in Budapest.
  • Analog zu den Ergebnisse in den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass der mutige Entscheid im Sommer 2016, ihr Trainingsumfeld nach Genève Natation 1885 mit der Cheftrainerin Christiane FAVIA zu verlegen, ein weiterer Schritt in die richtige Richtung zur Erreichung ihres grossen Ziels – eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 – war.

Der Gewinn der Silber-Medaille hat auch einiges an Presserummel mit sich gebracht. Für Michelle eine neue, aber durchaus positive Erfahrung, sich den verschiedensten Vertretern von Printmedien, Radio und TV zu stellen – insofern sich die Zusammenarbeit jederzeit äusserst professionell gestaltet hat. Für die Zukunft gilt es dennoch einzelne Optimierungen in der Pressearbeit zu erzielen, damit auch bei medienwirksamen Resultaten die notwendigen und gewissenhaften Vorbereitungen auf die folgenden Wettkämpfe nicht allzu stark beeinträchtigt werden.

Zusätzlich gilt es nun die mediale Präsenz bei der allgegenwärtigen Sponsorenakquisition als zusätzlicher Anschub zu nutzen, damit auch bei einer Randsportart wie Wasserspringen eine ausreichend gute finanzielle Basis gelegt werden kann.

Trotz der erzielten Erfolge und der sich zeitweise “überbordenden” Pressemeldungen bleibt zu hoffen, dass durch das Umfeld – wenn auch unbewusst – kein übermässiger und unrealistischer Erwartungs- bzw. Erfolgsdruck aufgebaut wird. Freud und Leid liegen beim Sport erfahrungsgemäss sehr nah beeinander; inbesondere an den kommenden Junioren Europameisterschaften in Bergen braucht es für einen Triumph 9 makellose Sprünge – die Mitbewerberinnen haben ihre Aufgaben und Vorbereitungen gemacht und sind ebenfalls bereit.

Michelle ist sich bewusst, dass dieser Erfolg nur durch die wohlwollende Unterstützung eines gemeinsamen Umfeldes möglich ist, welches an ihr Talent, Ihren Willen und die gesetzten Ziele glaubt und sie darin bestmöglichst unterstützt.

Aus diesem Grund geht ein besonderer Dank an

  • Den Stammverein Genève Natation 1885 und dessen Trainerstab; inbesondere die Cheftrainerin Christiane FAVIA und der Assistenztrainer Jonathan MALUSARDI.
  • Den unterstützenden, persönlichen Staff mit Mentaltraining, Ballettunterricht, Osteopathie und vielem mehr.
  • Die Trainingskollegen aus dem Stammverein Genève Natation 1885 sowie dem Schweizerischen Nationalkader, welche Michelle im täglichen Training anspornen und mit denen sie viele schöne gemeinsame Momente erleben darf.
  • Dem Schweizer Verband Swiss Swimming und insbesondere der Sportabteilung Wasserspringen (Swiss Diving).
  • Dem familiären Umfeld und insbesondere auch der Gastfamilie in Genf; welche jederzeit mit grossem Einsatz um das Wohl von Michelle ausserhalb des Sports bemüht ist.
  • Der Stiftung Schweizer Sporthilfe, den weiteren Sponsoren und Gönnern, welche mit ihrer grosszügigen finanziellen Unterstützung Michelle das Ausleben ihrer Leidenschaft ermöglichen.
  • Den Pressevertretern, welche ihre Berichterstattung stets professionel und mit der notwendigen Rück-/Nachsicht durchgeführt haben.
  • Sämtliche Freunde und Wohlgesinnte, welche bis dato nicht gesondert genannt wurden, aber mit Michelle an den Wettkämpfen mitfiebern und immer wieder für sie da sind.

Herzlichen Dank an das gesamte Umfeld von Michelle, Ihr habt alle einen wichtigen Teil zu diesem historischen Moment beigetragen – lehnt einen Moment zurück und geniesst die Früchte harter Arbeit gemeinsam mit Michelle!

 

#OneTeam #Sporthilfe #road2tokyo

Tag 1: Ein silberner Auftakt in Berlin …

Michelle ist an den Int. Deutschen Meisterschaften in Berlin in der Kategorie Elite vom 1m-Brett ein Auftakt nach Mass gelungen. Der Wettkampf der Damen war am Donnerstag um 09.30 Uhr der Startevent in das viertägige Springermeeting mit hochkarätiger, teils internationaler Besetzung.

Im Vorkampf, in dem sich die 12 besten Athletinnen aus einen Teilnehmerfeld mit gesamthaft 22 Springerinnen mit Jahrgang 1994 bis 2003 für einen der beiden Halbfinals qualifizieren konnten, sicherte sich Michelle mit dem zweithöchsten Wert von 246.95 Punkten den Einzug ins Halbfinale.

Im direkt anschliessenden ersten Halbfinal konnte Michelle trotz kleiner Schwächen an ihre Leistungen aus dem Vorkampf anknüpfen und sich mit dem zweiten Platz bzw. 244.30 Punkten einen Startplatz für den Final sichern.

Nach einer kurzen Ruhephase folgte um 17.30 Uhr der Finaldurchgang mit den besten 6 Springerinnen, bei denen Michelle gemeinsam mit Anna SHYRYKAY zu den Jüngsten gehörte. Trotz der fortgeschrittenen Zeit lieferten sich die Finalistinnen einen spannenden Wettkampf auf Augenhöhe. Nach zwei starken Startsprüngen, wobei die Kampfrichter unter anderem die Note 8.5 zückten, fielen der dritte und der vierte Durchgang für Michelle eher durchzogen aus, wodurch jedoch die Spannung erhalten blieb und sich ein Kopf an Kopf Rennen um die Podestplätze entwickelte. Mit einem starken Schlusssprung konnte sich Michelle erneut den zweiten Platz und somit die erste Silbermedaille in Berlin sichern. In der Endabrechnung musste sie sich mit 256.55 Punkten lediglich der 6 Jahre älteren Elena BERTOCCHI aus Italien geschlagen geben – herzliche Gratulation!

Nun gilt es den für Michelle Wettkampf-freien Tag zu nutzen und sich optimal für den Einsatz vom 3m-Brett am Samstag vorzubereiten.

 

Die gezeigten Leistungen sind in vielfacher Hinsicht sehr positiv zu werten. Einerseits zeigt Michelle vom 1m-Brett seit dem Jahresanfang regelmässig solide Wettkampfauftritte und erreicht bzw. übertrifft die geforderte Qualifikationslimite von 240 Punkten für die diesjährigen Europa– wie auch Weltmeisterschaften in der Kategorie Elite deutlich. Andererseits zeigen die kleinen Patzer, welche sich zwischendurch einschleichen, dass bei Michelle trotz vieler Erfolge in jungen Jahren das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Es schlummert hierbei noch einiges an Potential; sei es bei der noch perfekteren Ausführung der Sprünge oder der generellen Erhöhung des Schwierigkeitsgrades ihres Sprungprogrammes – auf alle Fälle bleibt die Zukunft spannend und wir freuen uns auf weitere tolle Wettkämpfe.

Aller guten Dinge sind drei: Das Gold-Triple ist komplett!

Der Samstag am SENET Diving Cup 2017 in Eindhoven reihte sich nahtlos in die vorhergehenden Tage ein: Michelle kam, sprang und siegte. Am Vormittag fand der Vorkampf vom 3m-Brett in der Kategorie Junioren A statt, welche Michelle mit einer starken Leistung von 405.85 Punkten für sich entscheiden konnte und sich somit für den Finaldurchgang vom Abend qualifizierte.

Im Anschluss folgte sogleich der Synchron-Wettkampf vom 3m-Brett mit Madeline COQUOZ in der Kategorie Elite. Während des Wettkampfes zeigte sich, dass doch noch der eine oder andere Feinschliff beim gemeinsamen Auftritt fehlt, dementsprechend durchzogen fielen die jeweiligen Bewertungen in Ausführung und Synchronität aus. Dank vereinzelten Glanzlichtern konnten sie sich jedoch  guten retten und holten hinter der Paarung  Inge JANSEN und Celine VAN DUIJN (NEL) mit  238.59 Punkten den zweiten Platz resp. die Silbermedaille, vor der zweiten Schweizer Paarung Vivian BARTH und Morgane HERCULANO auf dem dritten Platz.

Im Finaldurchgang vom 3m-Brett in der Kategorie Junioren A am Samstagabend zeigte sich, dass die vergangenen Tage bzw. absolvierten Wettkämpfe ihre Spuren hinterlassen hatten.  Trotz sich bemerkbar machender Müdigkeit mobilisierte Michelle nochmals alle Energien und entschied den Finaldurchgang letzten Endes trotz zwei verpatzten Sprüngen mit 401.60 Punkten vor den beiden Nordländerinnen Nea IMMONEN (FIN) und Helle TUXEN (NOR) deutlich für sich – somit war das dritte Gold im dritten Einzelwettkampf unter “Dach und Fach”.

 

Auch wenn Michelle am Sonntag aufgrund der schwindenden Kraftreserven auf einen Start am Elitewettkampf vom 3m-Brett verzichtet hat, kann der SENET Diving Cup 2017 als grosser Erfolg betrachtet werden – für Michelle wie auch Swiss Diving! Michelle kann nach fünf Auftritten mit fünf Medaillen (3 x Gold, 1 x Silber & 1 x Bronze) und erfüllten Qualifikationslimiten für die bevorstehenden internationalen Meisterschaften den Heimweg antreten.

 

Einen grossen Dank sprechen wir an dieser Stelle dem Stammverein Genève Natation 1885 (> Link) und dessen Ausbildungskader im Bereich Wasserspringen aus. Der Dank gebührt insbesondere der Haupttrainerin Christiane FAVIA und dem Assistenztrainer Jonathan MALUSARDI; ohne deren unermüdlichen Einsatz wären die erzielten Erfolge schlichtweg nicht möglich. Nicht zu vergessen sind ebenfalls die zahlreichen Helfer und Unterstützer, welche oftmals im Hintergrund bleiben, aber für den Erfolg und die Weiterentwicklung von Michelle und den anderen Athleten genauso wichtig sind.

Die ersten beiden Medaillen mit Genève Natation 1885

Der erste Auftritt in den Farben von Genève Natation 1885 führte Michelle nach Montréal ins ferne Kanada.

Nach der Sommerpause und dem Wechsel des Trainingsumfeldes an den Genfersee galt es beim Championnat International CAMO Invitation 2016 eine Bestimmung des Formstandes im internationalen Vergleich in der Juniorenkategorie A zu tätigen.

Der Auftritt gelang Michelle nach Mass. Am Freitag fand der Wettkampf vom 3m-Brett statt; hierbei musste sie sich der Lokalmatadorin Olivia CHAMANDY (CAN) beugen und sich mit einer Gesamtpunktzahl von 404.75 Punkten bzw. dem Vize-Titel vor ihrer Vereinkollegin Morgane HERCULANO “begnügen”.

Am Samstag galt es für Michelle mehrere Trainingseinheiten zu absolvieren, da für sie keine Wettkämpfe auf dem Programm standen. Am Sonntag, dem Abschlusstag des Meetings, wurde der Wettkampf vom 1m-Brett abgehalten. Hierbei konnte Michelle letzten Endes das bessere Ende für sich behalten und sich mit 416.95 Punkten durchsetzen. Mit dem Sieg konnte sie sich die Goldmedaille bzw. den Platz zuoberst auf dem Podest sichern. Michelle verwies hierbei Olivia CHAMANDY (CAN) sowie ihre Trainingskollegin Morgane HERCULANO auf die Ehrenplätze.

In Anbetracht der Junioren Weltmeisterschaften 2016 von Ende November in Kazan kann von einer gelungenen Hauptprobe gesprochen werden. Im grossen und ganzen stimmt der Formstand; es gilt jetzt in den verbleibenden Tagen noch an kleinen Details zu feilen, damit am Tag X in Kazan die Leistung optimal abgerufen werden kann.

Kompletter Medaillensatz an den Jugend-Europameisterschaften 2016!

Nach dem Jugend-Europameisterinnentitel im Synchron-Springen und der Bronzemedaille vom 1m-Brett komplettierte Michelle am Abschlusstag den Medaillensatz mit dem Vize-Jugendeuropameisterinnentitel vom 3m-Brett in einem äusserst packenden und spannenden Wettkampf.

Den Vorkampf beendete Michelle dank einem nahezu fehlerfreien Lauf mit deutlichem Vorsprung von rund 30 Punkten auf Platz 1. Im Finaldurchgang wurde die Spannung jedoch massiv erhöht, da der Favoritenkreis aus dem Vorkampf in etwa eine ähnliche Punktzahl aus dem Pflichtprogramm mitnahm und andererseits keine gröberen Patzer mehr erfolgten. Letzten Endes musste Michelle lediglich Kaja Skrzek (Polen) mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0.9 Punkten den Vorrang auf die Spitze des Podest lassen. Auf dem dritten Rang klassierte sich Christina Wassen (Deutschland).

Die erzielten Erfolge von Michelle sind hoch einzustufen; im ersten Junioren A Jahr ist eine derartige Medaillenausbeute doch eher aussergewöhnlich – da insbesondere viele Springerinnen aus dem Teilnehmerfeld bis zu 2 Jahre älter sind.

Nebst dem kompletten Medaillensatz sind ebenfalls gute Voraussetzungen für eine Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften 2016 in Kazan (RUS) gelegt; die geforderten Qualifikationskriterien einer Top-6 Rangierung sind deutlich und mehrfach übertroffen – herzliche Gratulation zu den erzielten Resultaten!

 

“Live” aus Rijeka
Michelle Luisa Heimberg mit Friends of Diving

SENET Diving Cup 2016: Stark begonnen und gut gerettet

Der SENET Diving Cup 2016 – ehemals Eindhoven Diving Cup – ist bereits wieder Geschichte und Michelle kann auf eine gute Wettkampfbilanz zurückblicken: Trotz nicht ganz einfacher Umstände konnte sie an die letztjährigen Erfolge anknüpfen bzw. diese toppen und 2 goldene sowie 2 silberne Medaillen nach Hause nehmen.

  • Ihren ersten Einsatz hatte Michelle am Donnerstagmittag, den 4. Februar 2016 im Wettkampf vom 1m-Brett; nach einem packenden Wettkampf behielt sie am Ende das bessere Ende für sich und sicherte sich vor ihrer Landsfrau Madeline COQUOZ (SUI) und Kaja SKRZEK (POL) den Sieg mit knapp 370 Punkten. Nebst der Goldmedaille bedeutete dies ebenfalls das Erreichen der Qualifikationslimite für die Junioren-Europameisterschaften 2016 in Rijeka.
  • Am Freitagmittag, den 5. Februar 2016 stand der Synchro-Wettkampf vom 3m-Brett mit ihrer Partnerin Madeline COQUOZ (SUI – Fribourg/Plymouth) auf dem Programm. Der erzielte zweite Platz mit der zugehörigen Silbermedaille hinter dem Team aus Polen (Dominika BAK & Kaja SKRZEK) und vor dem drittplatzierten Geschwister-Team aus Norwegen (Anne Vilde & Helle TUXEN) kann in Anbetracht der (kurzfristigen) Umstellung des Sprungprogramms und den fehlenden Trainingsmöglichkeiten durchaus als Achtungserfolg bezeichnet werden
  • Am Samstagmittag, den 6. Februar 2016 stand der Wettkampf vom 3m-Brett auf dem Programm. Obwohl dies grundsätzlich Michelle’s Paradedisziplin ist, passte zu Beginn des Wettkampfes das eine und andere Puzzleteil noch nicht ganz zusammen und so resultierte nach dem dritten Durchgang und vereinzelter “Verschrauber” lediglich der 13. Zwischenrang. Nebst den strapazierten Nerven der Athletin und auch des Trainers Michael BARTH führte dies zu ziemlich platten Daumen bei den mitgereisten Fans. Im weiteren Verlauf des Wettkampfes verbesserte sie sich jedoch wieder kontinuierlich und lag vor der letzten Runde bereits auf dem 5. Zwischenrang. Mit einem starken Schlusssprung, welcher mit über 60 Punkten benotet wurde, schob sie sich mit insgesamt 383 Punkten an ihren Konkurrentinnen vorbei und musste lediglich ihrer Landsfrau Madeline COQUOZ (SUI) den Vorrang auf die Spitze des Podest überlassen, auf dem 3. Rang klassierte sich analog dem 1m-Wettkampf Kaja SKRZEK (POL). Nebst der Silbermedaille sicherte sie sich mit dem glücklichen Schlussspurt ebenfalls noch die Qualifikationslimite vom 3m-Brett für die Junioren-Europameisterschaften 2016 in Rijeka.
  • Als krönenden Abschluss absolvierte Michelle am Samstagnachmittag, den 6. Februar 2016 gemeinsam mit Jonathan SUCKOW (SUI – Geneve Natation) den Multisponsor Teamevent. Hierbei mussten beide Athleten gesamthaft 6 Sprünge aus jeweils unterschiedlichen Sprunggruppen vom 3m-Brett und Turm absolvieren. Dank einer soliden Abschlussvorstellung sicherte sich das Schweizer Duo mit 326 Punkten vor Weissrussland (Yuliya BANDZIK & Artsiom BAROUSKI) und Ägypten (Maha Khaled EISSA & Youssef Amr EZZAT) den Sieg und durfte somit den wohlverdienten Pokal entgegen nehmen.

Das Umfeld in Eindhoven kann sicherlich als Herausforderung für die Athleten bezeichnet werden: Nebst einer hervorragenden Sprunganlage sehen sich die Athleten auch mit einem relativ hohen Geräuschpegel und einer grossen Anzahl von Teilnehmern (insgesamt über 250 Teilnehmer aus 20 Ländern) konfrontiert. Insbesondere Wettkämpfe mit über 30 Teilnehmern dauern relativ lange und führen zu grossen Pausen von über 20 Minuten zwischen den einzelnen Sprüngen, in denen es gilt, den Fokus und die Konzentration nicht zu verlieren.

Die Mission “SENET Diving Cup 2016” kann abschliessend als “erfüllt” bezeichnet werden; der erste Schritt an die Junioren-Europameisterschaften 2016 in Rijeka ist mit dem Erreichen der Qualifikationslimite in den Einzelbrettern geschafft. Nun gilt es in den verbleibenden Wochen und Monaten bis Ende Juni Routine zu gewinnen, die Ausführung der Sprungprogramme weiter zu perfektionieren und bestehende Schwachstellen so gut wie möglich auszumerzen.

Wir drücken weiterhin die Daumen – der nächste Ernsteinsatz steht bereits mit den Swiss Open am Wochenende vom 13. & 14. Februar 2016 in Zürich (> Link) auf dem Programm.

 

Medaillensegen in Las Palmas, Qualifikationslimite JEM 2016 erreicht!

Der Start in die neue Saison 2016 ist optimal geglückt; nach einigen Tagen Synchrotraining im warmen Las Palmas stand bzw. steht an diesem Wochenende mit dem XXVIII Pepsi Diving Cup der erste Wettkampf im noch jungen Jahr auf dem Programm.

Michelle durfte ihre Einzeleinsätze vom 1m- und 3m-Brett Brett gestern Freitag absolvieren. Nach einem “Warmlaufen” am Vormittag vom 1m-Brett, bei dem sie Ekatarina Nekrasova (RUS) den Vortritt auf die Spitze des Podest lassen musste und mit einer tollen Punktzahl von 392.20 Punkte die Silbermedaille vor Frida Källgren (SWE) holte, liess sie am Abend vom 3m-Brett nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit starken 428.40 Punkten den Sieg vor Ekatarina Nekrasova (RUS) und ihrer Synchronpartnerin und Landsfrau Madeline Coquoz (SUI).

Eine starke Leistung von Michelle; insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich um das erste Jahr in der Junioren Kategorie A handelt und viele Mitbewerberinnen bereits im zweiten oder gar dritten Junioren A Jahr stehen!

 

Nachtrag vom Sonntag, 10. Januar 2016:

Michelle und Madeline konnten an die bisherigen Leistungen anknüpfen resp. diese nochmals toppen und in ihrem letzten Wettkampf die verbleibenden Leistungsreserven optimal mobilisieren. Ihr Kampfgeist wurde souverän mit dem Sieg und weiteren Goldmedaillen für die Schweizer Delegation belohnt.

Beinahe noch wichtiger als der Spitzenplatz auf dem Podest sind jedoch die erreichten 253.86 Punkte, hiermit haben die beiden Schweizer Girls die gesetzte Qualifikationslimite im Synchro (235 Pkt) für die Junioren Europameisterschaften 2016 deutlich überschritten – herzliche Gratulation zu dieser tollen Leistung!

… und als krönenden Abschluss durfte Michelle am Ende des Wettkampfes noch die Auszeichnung bzw. den Pokal für die höchste Punktzahl eines Sprunges in der Juniorenkategorie entgegen nehmen; hoffen wir, dass die morgige Heimreise nicht aufgrund Übergepäck durch den Medaillen- und Pokalsegen verzögert wird 🙂

Michelle rockt Dresden: 2 x Silber – Wahnsinn!!!

Nach einem sensationellen Wettkampf vom 1m-Brett am Donnerstag – welcher mit dem 2. Platz und einer Silbermedaille belohnt wurde – doppelte Michelle heute nach und musste lediglich Sayaka Mikami aus Japan den Vortritt lassen. Ein nervenstarker Finaldurchgang endete mit dem zweiten Platz und der zweiten silbernen Medaille.

Insbesondere in Dresden sind die erreichten Podestplätze ein riesiger Achtungserfolg für Michelle; aufgrund des hochkarätigen, internationalen Teilnehmerfeldes geniesst Dresden in der Szene den Ruf von “inoffiziellen Weltmeisterschaften”.

Wir gratulieren Michelle zur erbrachten Leistung und freuen uns auf Moskau – die Vorbereitung stimmt!

Starkes Zeichen aus Dresden: Silbermedaille vom 1m-Brett

In einem hochkarätigen Wettkampf vom 1m-Brett hat Michelle die Nerven behalten und ihr Potential optimal abgerufen. Im einem packenden Finaldurchgang mit einer äusserst starken Konkurrenz, welche sich ebenfalls keine grösseren Patzer leistete, musste sie am Ende lediglich der sensationell springenden Lena Hentschel aus Deutschland den Vortritt lassen und wurde für ihre Leistungen mit dem zweiten Platz und dem Gewinn der Silbermedaille belohnt. Mit 329.85 Punkten konnte Michelle gegenüber dem Vorkampf nochmals eine Schippe zulegen und hat ihre bisherigen Qualifikationsleistungen für die kommenden Jugend-Europameisterschaften 2015 in Moskau eindrücklich bestätigt.

Wir gratulieren Michelle zu den gezeigten Leistungen und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg bzw. drücken die Daumen für den Wettkampf vom 3m-Brett!!!

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