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Junioren-Europameisterschaften 2017 in Bergen: Silber hoch 4 im hohen Norden

Nach dem Achtungserfolg Mitte Juni 2017 an den Europameisterschaften 2017 in Kiew, welcher mit dem Vize-Europameistertitel vom 3m-Titel gekrönt wurde, stand mit den  Junioren-Europameisterschaften 2017 in Bergen eine weitere, sehr anspruchsvolle Wettkampfwoche auf dem Programm – dies nach einer äusserst kurzen Ruhephase, welche durch diverse Medientermine geprägt wurde.

Nach der Anreise am Samstag stand am Montag mit dem Team-Event der erste Wettkampf auf dem Programm. Michelle sprang hierbei mit ihrem Trainingspartner Jonathan SUCKOW (ebenfalls Genève Natation 1885) die Mixed-Synchro Einsätze vom 1m- und 3m-Brett Brett. Komplettiert wurde das Wettkampf-Team durch Simon RIECKHOFF (Lausanne Natation) und Aron BRUN (Verein Zürcher Wasserspringen). Es gelang sämtlichen Athleten, eine tolle und ansprechende Leistung zu zeigen; mit gesamthaft 300.55 Punkten resultierte am Ende des ersten Tages mit dem 2. Rang bereits die ersten Silber-Medaillen für die Schweizer-Delegation. Der Team-Wettkampf wurde mit 324.20 Punkten durch Russland (Aleksandra BIBIKINA, Ruslan TERNOVOI, Gennadii VAGIN & Nikita NIKOLAEV) gewonnen,  das Podest komplettierte die Mannschaft aus Italien (Francesco PORCO, Chiara PELLACANI, Riccardo GIOVANNINI & Maia BIGINELLI).

Am Dienstag stand für Michelle mit dem Synchro-Wettkampf der Damen der zweite Wettkampf auf dem Programm. Gemeinsam mit ihrer Synchro-Partnerin Madeline COQUOZ zeigte das Schweizer Team eine erneut ansprechende Leistung. Nach dem 5 Sprung resultierte eine Gesamtpunktzahl von 249.00 Punkten was analog dem Vortag mit dem 2. Rang und einer Silbermedaille gleichbedeutend war. Das Schweizer Team musste erneute den in diesem Jahr sehr stark auftretenden Russen (Ekatarina NEKRASOVA & Uliana KLIUEVA) den Vorrang lassen, das Podest wurde durch das Team aus Grossbritannien (Yasmin HARPER & Scarlett MEW-JENSEN) komplettiert.

Nach zwei wettkampffreien Tagen startete Michelle in die Einzelwettkämpfe, hierbei stand am Freitag zuerst der Wettkampf vom 1m-Brett auf dem Programm. Michelle zeigte einen soliden Vorkampf und sicherte sich mit einer Punktzahl von 395.50 und dem 1. Zwischenrang souverän den Einzug in den Finaldurchgang. Im Finaldurchgang schlichen sich dann einerseits ein paar kleinere Patzer ein und andererseits zeigte Ekatarina NEKRASOVA (RUS) einen sehr guten Lauf.

Am Ende des Finaldurchgangs resultierte mit 386.80 Punkten ein starker 2. Rang hinter der Russin. Die dritte Silbermedaille war gleichbedeutend mit dem Titel der Vize Junioren Europameisterin vom 1m-Brett. Das Podest wurde durch Lena HENTSCHEL (GER) komplettiert.

Am Sonntag, dem letzten Tag der diesjährigen Junioren-Europameisterschaften, stand für Michelle noch der Wettkampf vom 3m-Brett auf dem Programm. Die lange Wettkampfdauer von rund 1 Woche zeigte erste Symptome in Form von müden Beinen, was sich im einen oder anderen Patzer während des Vorkampfes bemerkbar machte. Michelle qualifizierte sich dennoch mit einer Gesamtleistung von 395.80 Punkten auf dem 3. Zwischenrang für den Finaldurchgang.

Im Finaldurchgang konnte Michelle in der Folge nochmals alle Kräfte mobilisieren und zeigte eine starke Serie von Sprüngen. Aufgrund des Handicaps der Pflichtsprünge von Vorkampf, welche in der Schlussabrechnung rund 20 Punkte tiefer als die der führende Ekatarina NEKRASOVA (RUS) ausfielen und als Ausgangsbasis in den Finaldurchgang mitgenommen werden, sowie der bestechenden Form und Stabiltät der Russin musste sich Michelle trotz deutlich gesteigerter Leistung mit gesamthaft 413.80 Punkten erneut mit dem zweiten Rang bzw. dem Titel der Vize Junioren-Europameisterin vom 3m-Brett zufrieden geben. Das Podest wurde durch die Tatjana STEPANOVA (RUS) komplettiert.

Mit 4 Silbermedaillen bei 4 Einsätzen konnte am Sonntagabend ein hervorragendes Fazit gezogen werden. Michelle musste sich jeweils lediglich den russischen Athleten beugen, welche in diesem ausserordentlich stark auftraten und durchaus als Team der Stunde bezeichnet werden können – nicht zuletzt führten diese auch den Medaillenspiegel mit 20 Edelmetallen, davon 9 x Gold, 5 x Silber und 6 x Bronze deutlich an.

In den verbleibenden Tagen bis zu den FINA Weltmeisterschaften 2017 von Mitte Juli in Budapest gilt es nun ausreichend zu regenerieren, damit die Wettkampfsaison 2017 mit dem Höhepunkt in Ungarn angemessen und würdig abgeschlossen werden kann. Weitere Medaillen stehen hierbei nicht im Vordergrund; hauptsächlich gilt es erste Erfahrungen an den Weltmeisterschaften zu sammeln und hierbei die bestmögliche Leistung zu zeigen.

Wir drücken Michelle für die bevorstehenden FINA Weltmeisterschaften die Daumen und freuen uns auf spannende Wettkämpfe!

“Trittst im Medaillensegen daher …”

Michelle rockt mit dem Swiss Diving Team das 7 Nations Youth Diving Meet in Bourg-en-Bresse!

Am Wochenende vom 25. & 26. März 2017 massen sich die besten Schweizer Junioren-Wasserspringer/innen in Frankreich mit etablierter Konkurrenz aus Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Norwegen und Schweden. Während den Wettkämpfen vermochten die Schweizer in der höchsten Juniorenkategorie A – und insbesondere auch Michelle – bei spannenden Wettkämpfen eine Vielzahl von Glanzpunkten zu setzen.

 

Am Samstag standen für Michelle die Wettkämpfe vom 3m-Brett auf dem Programm. Beim Einzelbrett wusste sie sich in einem starken Teilnehmerfeld durchzusetzen und sicherte sich mit 442.15 Punkten den Sieg bzw. die erste Goldmedaille. Hierbei verwies sie Emma GULLSTRAND (SWE | Silber) und Anna SHYRYKHAY (GER | Bronze) auf die Ehrenplätze.

Im Synchro-Wettkampf mit Madeline COQUOZ mussten sie den Teams aus England (Scarlett Mew JENSEN & Maria PAPWORTH) und Deutschland (Anna SHYRYKHAY & Annika MIETHIG) den Vortritt auf dem Podest lassen und sich mit der Bronzemedaille “begnügen”.

In Anbetracht dessen, dass die gemeinsamen Synchro-Trainings aufgrund geographischer Distanzen (Madeline trainiert in Plymouth) äussert spärlich ausfallen und die Sprungstile der beiden Athletinnen äusserst unterschiedlich sind, kann unter den gegebenen Voraussetzungen mit den erreichten 243.57 Punkten durchaus von einem Achtungserfolg gesprochen werden. Bis zu den Junioren-Europameisterschaften Ende Juni in Bergen verbleiben noch ein paar Wochen Zeit, um die gegenseitige Abstimmung zu verbessern.

Die Erfolge des Samstags wurden durch den Sieg von Jonathan SUCKOW, dem Trainingspartner vom Michelle bei Genève Natation 1885, in der Kategorie Junioren A, Herren abgerundet.

Am Sonntag stand für Michelle der Wettkampf vom 1m-Brett auf dem Programm. Sie konnte den Triumph des Vortages wiederholen und sich mit 398.35 Punkten erneut den Titel bzw. die zweite Goldmedaille sichern. Das Podest wurde mit Anna SHYRYKHAY (GER | Silber) und Scarlett Mew JENSEN (GBR | Bronze) komplettiert.

Gleichentags sorgte erneut Jonathan SUCKOW dafür, dass die Bilanz des Vortages noch getoppt werden konnte; nebst dem Sieg vom 3m-Brett gewann er ebenfalls gemeinsam mit Simon RIECKHOFF den Synchro-Wettkampf.

 

Die Schweizer Schlussbilanz kann sich sehen lassen: 5 x Gold und 1 x Bronze. Auch wenn insbesondere für Michelle und Jonathan SUCKOW bei internationalen Wettkämpfen der Platz auf dem Podest – häufig auch zuoberst – langsam zur Routine wird, ist es immer wieder schön zu sehen, welche Emotionen das Erklingen der Schweizer Nationalhymne während den Siegerehrungen bei den Athleten auslöst. Wir hoffen, dass diese Erfolgsstory noch lange andauert und viele weitere Kapitel schreibt, die Voraussetzungen stimmen zumindest zuversichtlich.

 

Trotz den erzielten Erfolgen bleibt keine Zeit, um die Beine hochzulagern. Die Vorbereitung auf die diesjährigen Saisonhöhepunkte mit den grossen, internationalen Meisterschaften (EM, JEM & WM) laufen auf Hochtouren. Es gilt, den guten Formstand von Michelle, welcher sich auch darin widerspiegelt, dass sie als “erst” 17-jährigen Athletin aus dem Juniorenkader bereits vor dem letzten Qualifikationswettkampf als bisher einzige Athletin die erhöhten Qualifikationslimiten für beide Individualwettkämpfe (1m- & 3m-Brett) an den Elite Weltmeisterschaften 2017 nicht nur erreicht sondern auch deutlich übertroffen hat, den letzten Feinschliff zu verpassen. Zu diesem Zweck gilt es bis zu den Elite Europameisterschaften 2017 in Kiew Mitte Juni, den Junioren Europameisterschaften 2017 in Bergen Ende Juni und als Höhepunkt den Elite Weltmeisterschaften 2017 in Budapest Mitte Juli noch unzählige Trainingsstunden und mit dem Bergen Open sowie dem 7th International Youth Diving Meet in Dresden noch weitere Testwettkämpfe zu absolvieren.

SENET Diving Cup 2016: Stark begonnen und gut gerettet

Der SENET Diving Cup 2016 – ehemals Eindhoven Diving Cup – ist bereits wieder Geschichte und Michelle kann auf eine gute Wettkampfbilanz zurückblicken: Trotz nicht ganz einfacher Umstände konnte sie an die letztjährigen Erfolge anknüpfen bzw. diese toppen und 2 goldene sowie 2 silberne Medaillen nach Hause nehmen.

  • Ihren ersten Einsatz hatte Michelle am Donnerstagmittag, den 4. Februar 2016 im Wettkampf vom 1m-Brett; nach einem packenden Wettkampf behielt sie am Ende das bessere Ende für sich und sicherte sich vor ihrer Landsfrau Madeline COQUOZ (SUI) und Kaja SKRZEK (POL) den Sieg mit knapp 370 Punkten. Nebst der Goldmedaille bedeutete dies ebenfalls das Erreichen der Qualifikationslimite für die Junioren-Europameisterschaften 2016 in Rijeka.
  • Am Freitagmittag, den 5. Februar 2016 stand der Synchro-Wettkampf vom 3m-Brett mit ihrer Partnerin Madeline COQUOZ (SUI – Fribourg/Plymouth) auf dem Programm. Der erzielte zweite Platz mit der zugehörigen Silbermedaille hinter dem Team aus Polen (Dominika BAK & Kaja SKRZEK) und vor dem drittplatzierten Geschwister-Team aus Norwegen (Anne Vilde & Helle TUXEN) kann in Anbetracht der (kurzfristigen) Umstellung des Sprungprogramms und den fehlenden Trainingsmöglichkeiten durchaus als Achtungserfolg bezeichnet werden
  • Am Samstagmittag, den 6. Februar 2016 stand der Wettkampf vom 3m-Brett auf dem Programm. Obwohl dies grundsätzlich Michelle’s Paradedisziplin ist, passte zu Beginn des Wettkampfes das eine und andere Puzzleteil noch nicht ganz zusammen und so resultierte nach dem dritten Durchgang und vereinzelter “Verschrauber” lediglich der 13. Zwischenrang. Nebst den strapazierten Nerven der Athletin und auch des Trainers Michael BARTH führte dies zu ziemlich platten Daumen bei den mitgereisten Fans. Im weiteren Verlauf des Wettkampfes verbesserte sie sich jedoch wieder kontinuierlich und lag vor der letzten Runde bereits auf dem 5. Zwischenrang. Mit einem starken Schlusssprung, welcher mit über 60 Punkten benotet wurde, schob sie sich mit insgesamt 383 Punkten an ihren Konkurrentinnen vorbei und musste lediglich ihrer Landsfrau Madeline COQUOZ (SUI) den Vorrang auf die Spitze des Podest überlassen, auf dem 3. Rang klassierte sich analog dem 1m-Wettkampf Kaja SKRZEK (POL). Nebst der Silbermedaille sicherte sie sich mit dem glücklichen Schlussspurt ebenfalls noch die Qualifikationslimite vom 3m-Brett für die Junioren-Europameisterschaften 2016 in Rijeka.
  • Als krönenden Abschluss absolvierte Michelle am Samstagnachmittag, den 6. Februar 2016 gemeinsam mit Jonathan SUCKOW (SUI – Geneve Natation) den Multisponsor Teamevent. Hierbei mussten beide Athleten gesamthaft 6 Sprünge aus jeweils unterschiedlichen Sprunggruppen vom 3m-Brett und Turm absolvieren. Dank einer soliden Abschlussvorstellung sicherte sich das Schweizer Duo mit 326 Punkten vor Weissrussland (Yuliya BANDZIK & Artsiom BAROUSKI) und Ägypten (Maha Khaled EISSA & Youssef Amr EZZAT) den Sieg und durfte somit den wohlverdienten Pokal entgegen nehmen.

Das Umfeld in Eindhoven kann sicherlich als Herausforderung für die Athleten bezeichnet werden: Nebst einer hervorragenden Sprunganlage sehen sich die Athleten auch mit einem relativ hohen Geräuschpegel und einer grossen Anzahl von Teilnehmern (insgesamt über 250 Teilnehmer aus 20 Ländern) konfrontiert. Insbesondere Wettkämpfe mit über 30 Teilnehmern dauern relativ lange und führen zu grossen Pausen von über 20 Minuten zwischen den einzelnen Sprüngen, in denen es gilt, den Fokus und die Konzentration nicht zu verlieren.

Die Mission “SENET Diving Cup 2016” kann abschliessend als “erfüllt” bezeichnet werden; der erste Schritt an die Junioren-Europameisterschaften 2016 in Rijeka ist mit dem Erreichen der Qualifikationslimite in den Einzelbrettern geschafft. Nun gilt es in den verbleibenden Wochen und Monaten bis Ende Juni Routine zu gewinnen, die Ausführung der Sprungprogramme weiter zu perfektionieren und bestehende Schwachstellen so gut wie möglich auszumerzen.

Wir drücken weiterhin die Daumen – der nächste Ernsteinsatz steht bereits mit den Swiss Open am Wochenende vom 13. & 14. Februar 2016 in Zürich (> Link) auf dem Programm.

 

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